Der allgemeine Öffnungstag im Monat Juli:
Dienstag, der 28. Juli 2026,
Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr (begonnene Führungen bis 18 Uhr),
Im Mittelpunkt steht in diesem Monat der Prüftransformator.
Ausschnitt Komplex Elektrische Maschinen
| Elektrotechnische SammlungDer allgemeine Öffnungstag im Monat Juli:
Dienstag, der 28. Juli 2026,
Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr (begonnene Führungen bis 18 Uhr),
Im Mittelpunkt steht in diesem Monat der Prüftransformator.
Ein Prüftransformator ist eine spezielle Bauform eines Transformators, der in Hochspannungslaboren als Wechselspannungsquelle für Hochspannung dient. Er wird zur Durchführung von Hochspannungsprüfungen, Werkstoffprüfungen, Isolationsmessungen und der Qualitätsprüfung von in der elektrischen Energietechnik eingesetzten Hochspannungskomponenten wie Isolatoren, Leistungsschaltern oder Hochspannungsschaltern eingesetzt. Im Vergleich zu Leistungstransformatoren weisen Prüftransformatoren kleinere Leistungen auf, sind typischerweise einphasig aufgebaut und haben ein wesentlich höheres Übersetzungsverhältnis zwischen Primär- und Sekundärseite, womit Prüfspannungen über 1 MV erreicht werden. Die im Vergleich zu den Nennspannungen wesentlich höheren Prüfspannungen sind notwendig, um Limits messtechnisch zu erfassen.
Neben der Funktion als Quelle hoher Wechselspannung dienen Prüftransformatoren auch zur Anspeisung von Hochspannungskaskaden, welche hohe Gleichspannungen liefern. [1]
Prüftransformatoren werden auch zur Anspeisung von so genannten Serien-Resonanzanlagen verwendet. Serien-Resonanzanlagen vermeiden die aufwändige Kaskadierung und erlauben kompaktere Bauweisen, dafür müssen Hochspannungsprüfungen je nach Verfahren auf anderen Frequenzen als der Netzfrequenz ausgeführt werden, um die Resonanzbedingung erfüllen zu können.
Fahrbarer Prüftransformator, Fa. TuR
| Elektrotechnische SammlungIm Mittelpunkt steht in diesem Monat der im Bild dargestellte fahrbare Prüftransformator aus dem VEB Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden, Overbeckstr. 48. Der Volkseigene Betrieb Transformatoren- und Röntgenwerk (TuR) „Hermann Matern“, Dresden ging aus der Firma Koch & Sterzel AG hervor, die 1946 enteignet worden war. Später gehörten zum Betrieb auch die Werke in Übigau, Gera, Halle, Hohen Neuendorf und Plauen dazu. Produziert wurden Röntgentechnik, Medizintechnik, Hochspannungsprüftechnik, Leistungstransformatoren und Messwandler. Fast 3500 Mitarbeiter wurden im Werk Dresden beschäftigt. Mit der Wende wurden der Volkseigene Betrieb privatisiert und es entstand die „Transformatoren- und Röntgenwerk GmbH“, die 1992 teilweise von der Siemens AG übernommen wurde. [2]
Technische Daten:
Typ: WBF3
Prüfspannung: 50 kV
Spannung: 220 V~, 50 Hz
Leistung: 3 kVA
Hersteller: VEB TuR, Dresden
Baujahr: 1957
Quellen:
[1] Andreas Küchler: Hochspannungstechnik. 2. Auflage. Springer, 2005, S. 319 bis 321.
[2] Bestand 11649 - VEB Transformatoren- und Röntgenwerk (TuR) „Hermann Matern“, Dresden. Staatsarchiv Dresden
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