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Fernschreiber oder Fernschreibmaschine

| Elektrotechnische Sammlung
30.07.2019 Seite 67 0

Fernschreiber oder Fernschreibmaschine

Objekt des Monats - August 2019

Der allgemeine Öffnungstag im Monat August:
Dienstag, der 27. August 2019,
Öffnungszeit von 14 bis 18 Uhr,
Im Mittelpunkt steht der: Fernschreiber.

Fernschreiber oder Fernschreibmaschinen dienten jahrzehntelang zur Übertragung von Nachrichten in Schriftform mit Hilfe elektrischer Signale.
Anfang der 1930´er Jahre führte die Deutsche Reichspost den „Öffentlichen Fernschreibdienst“ zwischen Hamburg und Berlin ein.
Genutzt wurden Fernschreiber von Unternehmen und Behörden zur Abwicklung von geschäftlichem Schriftverkehr. Man nannte diese Übertragungsart von Nachrichten „Telex“. Die Schnelligkeit und die Verlässlichkeit der Fernschreiber standen dabei im Vordergrund.

Mit der Einführung der Computertechnik kamen neue Übertragungswege hinzu und seit Bestehen des Internets erfolgt die Übertragung von Nachrichten in Schriftform per E-Mail. Ein Zwischenschritt war dabei das „Telefax“.

Beschreibung

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Fernschreiber

| Elektrotechnische Sammlung

Gezeigt wird ein Fernschreiber des Typs T 51 in einem sitzpultartigen Gehäuse, gebaut Anfang der 1960`er Jahre vom Hersteller Messgerätewerk Zwönitz.
Dieser Fernschreiber besteht aus der Fernschreibmaschine (Blattschreiber A4), einem Fernschaltgerät mit Wähleinrichtung und einem Lochbandleser und -stanzer.
Herz der Anlage ist ein elektrisch angetriebenes Hebeldruckwerk, das ein A4 breites Endlospapier bedruckt und zur lesbaren Ausgabe des Fernschreibens (übermittelter Text) benutzt wird.
Der Lochstanzer gestattet außerdem die Speicherung des Textes auf  5-Kanal-Lochband.
Die Textbereitstellung erfolgt entweder über die Tastatur oder mittels des Lochbandlesers.
Das Wählgerät enthält eine Wählscheibe und ermöglicht damit die Anwahl beliebiger Partner.
Analog zum Telefonbuch gab es ein Telex-Verzeichnis.

Der gezeigte Fernschreiber ist funktionsfähig. Das Gerät war zu DDR- Zeiten im Leipziger Institut für Energetik im Einsatz.
Da das Originalgehäuse stark beschädigt war, erfolgte mit Unterstützung der Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik in Dresden eine Neuanfertigung.

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