Der allgemeine Öffnungstag im Monat Mai:
Dienstag, der 26. Mai 2026,
Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr (begonnene Führungen bis 18 Uhr),
Im Mittelpunkt stehen in diesem Monat die Langstabisolatoren.
Ausschnitt Komplex Isolatoren (Bereich Langstabisolatoren)
| Elektrotechnische SammlungDer allgemeine Öffnungstag im Monat Mai:
Dienstag, der 26. Mai 2026,
Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr (begonnene Führungen bis 18 Uhr),
Im Mittelpunkt stehen in diesem Monat die Langstabisolatoren.
Ein Isolator ist ein Bauteil der Elektrotechnik und der Energietechnik, mit dem blanke (also nicht selbst isolierte) elektrische Leiter befestigt, gehalten oder geführt werden, ohne dass es zu einem nennenswerten Stromfluss durch das Befestigungselement kommt. Isolatoren werden vorwiegend an Freileitungsmasten eingesetzt und unterliegen damit ungünstigen Umwelteinflüssen wie Wind, Regen, Schnee, Eis oder Vogelbesatz, in Meeresnähe auch Salz. Im Freien können sich infolgedessen auf der Oberfläche eines Isolators Schmutzstoffe anlagern, die mit der Zeit einen elektrisch leitfähigen Film bilden und dadurch die Isolierwirkung des Bauteils herabsetzen. An der Oberfläche des Isolators fließt dann ein Kriechstrom, der zwar meist nur einen unbedeutenden Übertragungsverlust bewirkt, in ungünstigen Fällen aber bei einer Gleitentladung, einem Überschlag oder einem Lichtbogen auch durch Kurzschluss oder Erdschluss den Ausfall oder gar eine Beschädigung der gesamten Leitung zur Folge haben kann.
Um Kriechströme trotz der kaum vermeidbaren Umwelteinflüsse möglichst klein zu halten, gestaltet man die Kriechwege möglichst lang, indem man den zentralen Strunk des Isolators, der die eigentliche Haltefunktion ausübt, zusätzlich mit glockenförmigen Schirmen oder Rippen ausstattet, die den Kriechstrom auf einen „gefalteten“ Zick-Zack-Weg zwingen, dessen Länge die Baulänge des Isolators um das Mehrfache übersteigen kann.
Langstabisolator
| Elektrotechnische SammlungLangstabisolatoren werden als längliches starres Einzelteil aus einem keramischen Werkstoff in Längen bis zu 2 Meter hergestellt. [2]
Der lang gestreckte keramische, massive, zylindrische Isolierkörper der Langstabisolatoren besitzt gleichmäßig angeordnete, meist gleichförmige Schirme. An beiden konischen Enden sind Metallkappen aufgekittet für den Einbau einzeln oder in mehreren Gliedern in Trag- oder Abspannlage. Strunkdurchmesser, Schirmform, Schirmzahl und Anordnung variieren für die unterschiedlichen Einsatzbedingungen. Mechanisch werden Langstabisolatoren fast nur auf Zug beansprucht. Moderne Keramik-Langstabisolatoren oder im Verbund Glasfaserkern-Silikonschirme und Kappenisolatoren aus Keramik oder Glas gelten als ausgereifte Konstruktion. [1]
Langstabisolatoren weisen lange Kriechwege auf und sind in hohem Maße durchschlagsicher, da der kürzeste Weg durch das Material, den ein Spannungsdurchschlag nehmen könnte, der Baulänge entspricht und vollständig durch Isolierstoff führt. Daher werden sie an Hochspannungs-Freileitungen sehr verbreitet eingesetzt.
Im Mittelpunkt steht in diesem Monat der im Bild dargestellte Langstabisolator der Firma Keramische Werke Hermsdorf für 110 kV.
Literatur:
[1] Böhme, Wolfgang: Freileitungs-Isolatoren im Laufe der Jahre 1845-1970, Bad Klosterlausnitz 2023, S. 15-17 u. 151ff.
[2] Produktinformation Fa. Lapp
| Objekt Juni 2026 | - | Objekt April 2026 |