Der allgemeine Öffnungstag im Monat Februar:
Dienstag, der 24. Februar 2026,
Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr (begonnene Führungen bis 18 Uhr),
Im Mittelpunkt steht der Hochspannungsanzeiger (Schüttelzipp).
Ausschnitt Komplex „MS-Schaltanlagen“
| Elektrotechnische SammlungDer Hochspannungsanzeiger
Der Hochspannungsanzeiger nach Zipp dient zur Gefahrlosen Feststellung, ob eine elektrische Wechselstromleitung Hochspannung führt. Die durch D.R.P. No. 165714 geschützte Anordnung beruht auf dem Prinzip der durch das Hintereinanderschalten eines Kondensators und eines Stromindikators mit der Wechselstromspannungsquelle auftretenden Verschiebungsströme. Zum Gebrauch wird die Klemme mit einer Erdleitung verbunden. Den Polhaken bringt man mit der zu untersuchenden Leitung in Berührung. Ist die Leitung spannungsführend, so leuchtet die Röhre auf, andernfalls bleibt dieselbe dunkel. Die Röhren beginnen bereits bei einem Fünftel der betreffenden Maximalspannung zu leuchten, so dass also auch die Anwesenheit viel geringerer Spannungen als der Gebrauchsspannung angezeigt wird. Nach dem Schütteln ist der Hochspannungsanzeiger für eine neue Messung bereit.
Der Erfinder
Geboren wurde Prof. Hermann Zipp am 21. Januar 1873 in Mörs. Nach Absolvierung des humanistischen Gymnasiums studierte er Elektrotechnik an der Darmstädter Technischen Hochschule bei Geheimrat Kittler und trat 1898 in die Dienste der Firma Helios in Köln. 1901 übernahm er ein Lehramt für Elektrotechnik am Polytechnikum Köthen, das er ohne Unterbrechung bis 1927 bekleidete. Dass die elektrotechnische Abteilung des Polytechnikums sich zu großer Blüte entwickelte, ist vor allem sein Verdienst.
Auch eine Reihe von Erfindungen trägt seinen Namen, am bekanntesten ist wohl sein Hochspannungsprüfer geworden, auch Schüttelzipp genannt. Eine große Zahl von Aufsätzen in führenden Fachzeitschriften, und eine Reihe Lehr- und Nachschlagebücher zeugen von seiner unermüdlichen Schaffenskraft. Prof. Herman Zipp starb am 23. März. 1940 in Potsdam. [1]
Seit 1993 wird an der Hochschule Anhalt der nach ihm benannte Karl-Hermann-Zipp-Preis an Absolventen mit herausragenden Studienleistungen am Fachbereich Elektrotechnik, jetzt Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen, verliehen. [2]
Hochspannungsanzeiger (Schüttelzipp)
| Elektrotechnische SammlungIm Mittelpunkt steht in diesem Monat der im Bild dargestellte Hochspannungsanzeiger mit folgenden technischen Daten:
- Bezeichnung: Hochspannungsanzeiger
- Typ: HSA30
- Spannung: 6 - 30 kV ~
- Länge: 93 cm
- Gewicht: 1,7 kg
- Aufbau: Rohrähnliches Kunststoffgehäuse aus Pertinax
- Hersteller: VEB (K) Meßapparatewerk Schlotheim
- F.-Nr.: 113099
- Baujahr: 1970
Die Anwendung des Hochspannungsanzeigers durfte nur von geschulten Fachkräften im Mittelspannungsbereich erfolgen. Heute ist der Einsatz des Gerätes nicht mehr erlaubt.
Quellen:
[1] kein Seitentitel (Memento vom 10. Juni 2007 im Internet Archive) http://www.digitalis.uni-koeln.de/Fuenfzig/fuenfzig94-101.pdf
[2] Zum Abschluss gibt es Preise, in: Mitteldeutsche Zeitung. In: Mitteldeutsche Zeitung. 28. April 2013, abgerufen am 28. Mai 2021.
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